3 Fragen an - Lea - stellt sich vor

Lea Böhm

Dipl. VWL soz.
Mediatorin, Coach univ. zert.

aus Berlin
Hobbies: Reiten, malen, lesen

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Lea Böhm

Wie bist du zu AllesRoger gekommen?

Ich wusste nie was ich machen möchte. Ich habe mein Studium so ausgewählt, dass meine Berufwahl möglichst offen bleibt und auch danach wollte ich mich nicht festlegen. Mir sind viele Dinge immer schon sehr leicht gefallen, da ich kreativ und auch analytisch stark bin. Was ich dabei lange nicht bemerkt habe ist, dass ich eine starke soziale Kompetenz habe. Da weiß man ja oft nichts mit anzufangen. Ich wusste schon nach dem Studium, dass ich Menschen gut motivieren kann, aber das ist ja kein Beruf! 

Nachdem ich dann im Controlling festgestellt habe, dass Zahlen keine Rücksicht auf Menschen nehmen und sehr eindimensional sind, habe ich den Quereinstieg in den Personalbereich gemacht. Ich habe schnell gemerkt, dass mich die Arbeit begeistert und dann eine Mediatoren und Coaching-Ausbildung absolviert. Als die Firma, in der ich damals arbeitete, die Insolvenz anmelden musste, habe ich mich selbstständig gemacht. Ich wollte das, was ich damals gemacht habe, weiterhin tun und die positiven Auswirkungen meiner Arbeit - Menschen verbinden, motivierende Strukturen herstellen, Kommunikation vereinfachen, usw. - nicht nur einer einzigen Firma 'zur Verfügung stellen' sondern möglichst viele Menschen davon profitieren lassen. Mit AllesRoger habe ich dafür die perfekte Grundlage geschaffen. 

Was begeistert dich an deiner Arbeit?

Mich begeistern viele Dinge an meiner Arbeit. Sie ist sehr abwechslungsreich: ich kann kreativ arbeiten, analytisch sein, konzeptionell denken, schreiben, mich weiterbilden, mit Menschen arbeiten.

Was ich in der Zusammenarbeit mit Menschen sind die Verbindungen, die entstehen. Egal, ob im Training, Workshop oder Coaching: Es entstehen neue oder tiefere Verbindungen zu sich selbst, zu anderen Kollegen im Team und zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeitern. Jeder Mensch möchte sich verstanden fühlen und durch Kommunikation wird das möglich. Im Coaching wird die Kommunikation mit sich selbst verbessert - man kann sich bewusst Zeit nehmen, herauszufinden was man möchte und wo es hingehen soll. Im Training lernt man neue Wege kennen, die einen auch wieder in Verbindung mit anderen oder sich selbst bringen. Und im Workshop ergibt sich Klarheit dazu, wo man im und mit dem Team steht - wer was möchte, und wie es zukünftig weitergehen soll. Ich liebe es, diese Momente der Verbindung zu begleiten.

Wie würdest du dir selbst einen guten Coach aussuchen?

Einen guten Coach zu finden, finde ich selbst sehr schwierig. Es ist ein Zusammenspiel aus persönlicher Sympathie und der Methodik, mit der der Coach arbeitet.

Beides lässt sich ohne ein persönliches Gespräch bzw. ohne die Person kennengelernt zu haben, schwer beurteilen. Wenn es also geht, schaue ich mir vor einem persönlichen Gespräch Videos oder Bilder an. Im persönlichen Gespräch schaue ich, ob die Chemie stimmt. 

Bei der Methodik geht es mir persönlich vor allem um die Haltung, die der Coach mitbringt. Ich möchte durch meinen Denkprozess durchgeführt werden und so die Möglichkeit bekommen Perspektiven einzunehmen, die ich ohne den Coach vernachlässigt habe. Ich möchte, dass sie mir 'innere Türen' öffnen, die zuvor verschlossen waren, so dass ich zu einer Entscheidung komme oder eine innere Ressource für bestimmte Situationen neu aktivieren kann.

Beim Coaching merke ich ich, ob ich mit der Methodik einverstanden bin, wenn die Person

  • mir aufmerksam zuhört und meine gesamte Körpersprache beachtet,
  • keine Suggestivfragen stellt,
  • meine Gedanken nicht beeinflusst, also in eine Richtung lenkt, die sie selbst gut findet (z.B. das geht aber nicht, weil)
  • ein Repertoire an Methoden hat, die sie sicher anwenden kann - nicht jede Methode passt zu jeder Situation.

Ich denke, dass man im persönlichen Gespräch mit jeder Person relativ schnell ein Gefühl dafür bekommt, ob die Person einem wirklich zuhört, oder die Antwort immer schon vorher parat hat. Vielleicht kann man es sinnbildlich so beschreiben: Ich gehe zu einem Coach, weil ich das Gefühl habe, im Dunkeln zu tappen. Der Coach ist dann wie mein Blindenführer - nur wenn er / sie zuhört, weiß sie, wie 'meine Tageslichtsituation' aussieht und überwelchen Weg sie mich führen muss, um genau zu dieser Tür zu kommen. Jemand, der nicht richtig zuhört, nimmt die Tür, die sich eh schon abzeichnet oder sie selbst im Kopf haben. Das machen zum Beispiel Eltern gerne :)