blink.it - Die Zukunft des Trainings

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Wir haben mit einem der interessantesten Anbieter für Trainingssoftware gesprochen - blink.it. Hier hat uns Corinna interessante Einblicke gegeben. Die Vision von blink.it ist es, dass jeder so einfach wie möglich das Lernen kann, was er sich vorgenommen hat. Dabei geht es nicht nur um theoretisches Wissen sondern auch darum dies in tatsächliches Können umzuwandeln.

Corinna von blink.it

Corinna von blink.it

Hallo Corinna, ich bin schon ganz gespannt auf unser Gespräch! Vielleicht kannst du uns am Anfang nochmal erzählen, was blink.it genau macht.

Gerne. Unsere Mission bei blink.it ist es  eine Plattform zu bauen, die so einfach und nutzerzentriert wie möglich ist. So dass auch deine Oma direkt loslegen kann. Also generell eine Plattform für TrainerInnen, BeraterInnen, Coaches und Unternehmen, welche die Plattform mit Inhalten füllen kann. Auch Automatisierung spielt hier eine große Rolle: Also die Plattform für sich arbeiten lassen. Das können z.B. Erinnerungen sein, oder automatische Freigabe von Inhalten. Inhalte sollen in kurzen Häppchen angeboten werden Stichwort Microlearning, so dass die Lernenden diese gut in ihren Alltag integrieren können. Wir setzen dabei auf das Konzept des Blended Learning, da wir glauben, dass der menschliche Kontakt beim Lernen eine sehr wichtige Rolle spielt.  Durch unsere Plattform ermöglichen wir, dass Inhalte aus offline Trainings, nochmal durch verschiedene Formate gefestigt werden können (Vertiefendes Material, Reflexionsfragen, Kommentarfunktionen, Videoeinbindung). Hier können die Trainierenden aus einem großen Werkzeugkoffer schöpfen um Trainings noch nachhaltiger zu gestalten.

Wir arbeiten auch mit blink.it und sind sehr zufrieden mit den Möglichkeiten, die eure Plattform uns bietet.  Im Hinblick auf New Work ändert sich ja die klassische Weiterbildung hin zu einem mehr dezentralen Lernen. Welche Rolle möchte blink.it dort spielen?

New Work ist immer so ein Stichwort. Ich habe das ein paar Mal gehört, aber wir haben eigentlich erst hinterher gemerkt, dass es gut zusammen passt. Jeder kann seine Fähigkeiten so einbringen, wie sie ihm selbst und anderen am meisten nutzen. So würde ich New Work interpretieren und das schätze ich selbst schon an meinem Job, weil wir das selbst groß leben. Es wird bereits am Anfang gesagt, du bringst das mit was du mitbringst und dann schauen wir, wie es passt. Es gibt natürlich grundsätzliche Fähigkeiten und Eigenschaften, Werte, die man mitbringen sollte, aber es wird nicht eine Person gesucht, die genau zur Stellenausschreibung passt.

Die Plattform trägt natürlich auch einen großen Teil zu New Work bei, weil ich glaube, dass Weiterbildung immer wichtiger wird, aber das Starre wie 2 Tage Präsenzkurs - da melden sich eher die Leute an, die mal was anderes machen wollen und sich etwas unterhalten möchten - der Fokus verschiebt sich. Wenn ich beispielsweise einen halben Tag Präsenzkurs als Auftakt habe und danach 8 Wochen Online-Learning, da muss ich mich als Teilnehmende natürlich ein bisschen mehr anstrengen. Wenn ich nicht mitmache, funktioniert es nicht. Aber das ist nun mal so wie jeder  Weiterbildung: ich kann nicht alles in mich hineinschütten sondern muss etwas dafür tun.

Mit der Plattform machen wir es den Teilnehmenden so einfach wie möglich machen, dass es am Ende auch noch Spaß macht und die Menschen motiviert sind immer wieder kleinere Aufgaben zu bewältigen und dran zu bleiben und mit dem Alltag zu verknüpfen. Über die Plattform kann ich dran bleiben, mich einbringen, Kommentare hinterlassen und kann auch mit dem Trainierenden und anderen Lernenden im Austausch bleiben.

Was glaubt ihr denn, wie die Zukunft des Lernens im Unternehmen hin entwickelt?

Wir sehen hier natürlich insbesondere Blended Learning und Microlearnings. Wir sehen momentan, dass Lernen nicht nur aus einer Weiterbildung im Jahr besteht, sondern dass jeder angehalten ist immer etwas Neues zu lernen. Das fängt ja schon beim Onboarding an. Oft ist das Onboarding ja mit viel Aufwand verbunden, den die Neulinge müssen ja möglichst schnell alle wichtigen Informationen bekommen und das Unternehmen kennen lernen, um gut starten zu können. Dabei geht es nicht nur um das Wissen, wo welche Dokumente abgelegt sind, sondern auch was die Werte und die Vision des Unternehmens sind. Auch das ist ganz klar eine Lernsituation.

Wir nutzen unsere Plattform daher auch beim Onboarding neuer Kolleginnen. Ich habe zum Beispiel bei unserer neuen Kollegin ein neues Onboarding Programm entworfen, was über vier Wochen ging. Ein zentraler Punkt hierbei war, dass die Kollegin Informationen immer wieder auf der Plattform nachschauen konnte. Auch haben wir das genutzt um persönliche Treffen gut vorzubereiten. Z.B. zum Treffen über Blended Learning habe ich sie über die Plattform gebeten sich auf das Treffen vorzubereiten und habe ihr dafür Material über Blended Learning zur Verfügung gestellt. In unserem persönlichen Treffen konnten wir dann noch offene Fragen und Idee besprechen. Diese Vorgehensweise hat sich für uns als sehr nützlich herausgestellt, da wir so ein optimales Lernerlebnis für die neuen Kollegen schaffen konnten und auf Seiten der alten Kollegen Entlastung geschafft haben. Die Inhalte auf blink.it können ja bei jedem neuen Kollegen wieder genutzt werden. So bleibt mehr Zeit für die persönliche Betreuung. Wir haben dazu jetzt auch einen Blended Onboarding Leitfaden entwickelt.

Das Onboarding ist ein wirklich ein tolles Beispiel für das Lernen in einer Organisation! Das übernehmen in Unternehmen ja meist keine ausgebildeten Trainerinnen, sondern Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen von Unternehmen. Da kann es ja schon vorkommen, dass man gar nicht weiß, wie man sein eigenes Wissen mit anderen am besten teilen kann. Wie könnt ihr dabei unterstützen?

Wir bieten einen rocketday an, wo du alles über die  Methoden für blink.it und zur Blinkerstellung lernen kannst. Wichtig ist, dass Inhalte so kurz wie möglich gehalten werden und du sie abwechslungsreich kombinierst. Der Fokus sollte stets sein: Was ist das Wesentlich, möglichst kurz und einfach halten, und, dass jeder Inhalt zu einer Handlungsaufforderung animiert. Was muss die Person konkret mit dem Inhalt aus dem Blink machen, z.B. mach dir mal Gedanken zu xy und schreibe es auf und was man dann direkt machen kann ist, sich einen Termin in den Kalender einstellt. Ein zusätzliches Hilfsmittel könnte der Online-Kurs “Trainerskills für Einsteigerinnen” von AllesRoger sein.