3 Fakten zum Growth Mindset

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In einer Welt in der Wissen und Können eine immer kürzere Halbwertszeit haben, wird es immer wichtiger, dass jeder sein Fähigkeiten immer wieder erweitert und bereit ist sich zu entwickeln. Doch häufig kommt es vor, dass man es sich in seiner Komfortzone gemütlich macht und seinen Status als 'kompetenter Mensch' nicht durch die Offenbarung, dass man etwas noch nicht so gut kann, in Gefahr bringt.

Ich mache lieber nur das was ich kann, bevor ich mich zum Affen machen, in dem ich was Neues ausprobieren und erstmal wieder Anfänger bin. Lieber faul als blöd.

Hinter dieser Haltung und solchen Aussagen steckt ein “Fixed Mindset” - zurückgehend auf Carol Dweck. Es ist die Überzeugung, dass bestimmte Kompetenzen angeboren sind und man entweder ein Talent dafür hat oder eben nicht. Das sorgt dafür, dass man gar nicht erst versucht bestimmte Dinge zu lernen. Wenn ich immer nur gehört habe, dass ich ja sehr schlau bin, möchte ist das immer wieder zeigen und nicht das Risiko eingehen, als dumm dazustehen, wenn ich etwas Neues nicht sofort kann.  Die Einstellung bzw. das Mindset spiegelt sich ebenfalls in der Haltung gegenüber meinen Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen. Wer ein starres Mindset hat, glaubt, dass andere sich nicht verändern können. Der Kollege ist einfach dumm oder kann einfach nicht mit Menschen. Punkt aus.  

Dem Gegenüber steht das Growth-Mindset: der Glaube, dass ich alles lernen kann, wenn ich mich nur genügend anstrenge und immer wieder übe. Der Glaube daran, dass ich mehr erreichen kann, führt dazu, dass wir uns mehr anstrengen und auch weiter machen, wenn es schwierig wird.

Ein Growth Mindset macht die Personalentwicklung effektiver

Bei der Personalentwicklung hat das Growth Mindset eine besondere Bedeutung. Die Erkenntnisse von jahrzehntelanger Forschung durch Carol Dweck und ihr Kolleg*innen zeigen, dass schon ein kurzes Input zum Thema Growth Mindset am Anfang jeder persönlichen Entwicklung den Erfolg von diesen deutlich erhöhen kann. Allein das Wissen, dass ich mich in jedem Bereich weiterentwickeln kann, ermutigt dazu, mich mit einem Thema intensiver auseinanderzusetzen. Es führt dazu, dass Menschen Herausforderungen offener angehen und sich mehr anstrengen und natürlich am Ende auch weiterkommen. Es ist ok nicht sofort alles zu können und sich anzustrengen, denn es ist kein Zeichen von mangelndem Talent. Letztendlich ist das Growth Mindset eine Art zu Denken, welche das konstante Lernen und die Weiterentwicklung fördert. In einem Growth Mindset ist Intelligenz nicht angeboren, also ein Schicksal, sondern etwas, was man mit lernen und Anstrengung erreichen kann, was dementsprechend in der eigenen Kontrolle liegt.

Führungskräfte mit einem Growth Mindset haben erfolgreichere Mitarbeiter*innen

Und genau hier setzt auch die individuelle Entwicklung und Förderung der Mitarbeiter*innen im eigenen Team an. Eine Führungskraft, die ein positives Bild von ihren Mitarbeiter*innen hat, fördert sie mehr, traut ihnen mehr zu und fordert sie immer wieder heraus. Das Mindset der Führungskraft spiegelt sich entsprechend in der übertragenen Verantwortung, den Aufgaben und auch - insbesondere - im täglichen Umgang. So sagt eine Geste mehr als tausend Worte. Auch die Art und Weise, wie eine Führungskraft ihre Mitarbeiter*innen lobt spiegelt das Mindset. In einem Fixed Minset liegt der Fokus eines Lobes auf dem Ergebnis und dem Talent. Beim Growth Mindset spielen die Anstrengung und der unternommene Versuch eine größere Rolle. Das wiederum ermutigt das Team sich mehr anzustrengend und auch bei Fehlversuchen schnell wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Das Growth Mindset führt zu mehr Innovation und Engagement im Unternehmen

Das Growth Mindset spielt nicht nur auf der individuellen Ebene eine wichtige Rolle. Es fördert auch Innovationen und Engagement der Kollegen. Wenn ich nicht Angst haben muss, mein Gesicht zu verlieren, wenn ein Versuch scheitert, probiere ich automatisch mehr aus. Darüber hinaus ist das Growth Mindset eng verknüpft mit der Unternehmensstruktur: wie wird gelobt, wer bekommt auf Grund welcher Erfolge einen Bonus und was wird durch weitere Belohnungsstrukturen wertgeschätzt?

Aus den drei Fakten wird deutlich, warum das Growth Mindset zu einer der wichtigsten New Work Kompetenzen zählt. 

Welche anderen New Work Kompetenzen noch wichtig sind, kannst du in unserer New Work Map nachschauen