Diese 4 Schritte machen euch zum Höchstleistungs-Team

Wer einmal in einem richtigen Team gearbeitet hat, wird nie wieder anders arbeiten wollen. In einem Team übernimmt jeder Verantwortung und stellt eigene Interesse hinter die des Teams. Es gibt einen echten Austausch und eine sinnvolle Koordination, so dass niemand unnötige oder doppelte Arbeit machen muss und Deadlines eingehalten werden. 

Hinter dieser sinnvollen Koordination verbergen sich verschiedene Sachen: Jeder im Team hat die Möglichkeit seine individuellen Stärken einzusetzen, ihr arbeitet an Teamzielen, habt euch über Arbeits- und Kommunikationsprozesse ausgetauscht und klar abgesteckte Rollen und Verantwortlichkeiten.

Ziele definieren

Ziele geben eine Richtung vor. Durch Ziele sind wir in der Lage zu visualisieren, wo wir hinwollen. Jeder arbeitet am liebsten und auch am motiviertesten an Zielen, die er selbst mitgestaltet hat. Dabei lässt sich unterscheiden zwischen den Zielen, die innerhalb eines vorgegebenen Rahmens definiert wurden und denen die tatsächlich selbst entwickelt wurden. 

Einen Rahmen gibt es bereits, wenn die Vorgabe ist, dass im nächsten Quartal 100% mehr Nutzer euren Service genutzt haben sollen. Das ist eine starke Vorgabe, die wenig Spielraum lässt. Ein eigenes Ziel zu entwickeln wäre unter einer Vorgabe wie dieser möglich: Überlegt euch, was wir im nächsten Quartal tun können, um unsere Kunden noch zufriedener zu machen. 

Wenn dein Team nicht in der Lage ist, dazu qualitative Entscheidungen zu treffen, fehlt ihnen vielleicht der Überblick und auch Einblicke oder Einschätzungen von Experten. Diese Infos solltest du deinem Team liefern, damit sie an Zielen arbeiten können, denen sie sich selbst verpflichtet haben.


Prozesse gestalten

Um Dinge sagen zu können wie: "Ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann." oder "Man, das ging aber schnell - ich wollte dich gerade erst fragen, ob du das erledigen kannst." muss jeder im Team wissen, wann was zu tun ist - nicht nur formal sondern auch im echten Leben. Wann ist die Anfrage reingekommen, wer muss wem was wie schnell mitteilen? Welche Informationen müssen geholt und welche unaufgefordert geliefert werden?

Prozesse zu gestalten klingt auf den ersten Blick nach Arbeit in einem Konzern, in dem man gefühlte Ewigkeiten auf alles warten muss. Wenn ihr euch vor Augen führt, dass es dabei einfach nur um Arbeitsschritte und Reihenfolgen geht, die jedem klar sind und an die sich jeder hält, wird offensichtlich, wie notwendig sie sind. Beim Geschirr spülen beginnt man schließlich auch nicht mit dem Abtrocknen.


Verantwortlichkeiten klären

Oft sind es die kleinen Dinge, an denen bestimmte Sachen scheitern. Manchmal werden Telefontermine versäumt, einfach nur, weil nicht klar war, wer dafür verantwortlich war anzurufen. Ohne geklärte Verantwortlichkeiten entsteht keine Verbindlichkeit. Die andere Person hat ja auch nicht angerufen, dann war es vielleicht gar nicht so wichtig. Und so vertun sich aufregende Möglichkeiten. 

Klärt gemeinsam ab, wer die Verantwortung wofür übernimmt. Dabei handelt es sich meistens um Routine-Aufgaben wie beispielsweise die Einladung zum Meeting zu verschicken, die Agenda zu erstellen oder Protokoll zu schreiben. Es kann auch die Kommunikation mit der anderen Abteilung oder dem Kunden sein, wenn sich etwas ändert. Ein gemeinsames Meeting im Team verschafft hier Klarheit. Sorge dafür, dass Verantwortlichkeiten verteilt werden, so dass du nicht alles machst, und es dokumentiert ist, d.h., jeder kann immer nachschauen, wer was übernimmt und im Fall der Fälle nachfragen, ob das bereits erledigt wurde.


Werte verstehen

Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringen kann, sind Emotionen. Wenn du mit einer Sache nicht einverstanden bist, z.B. dass dein Kollege häufig nach der vereinbarten Zeit erscheint, oder spät abends noch anruft, äußerst du das. Wenn du dich aber maßlos darüber ärgerst und dadurch nicht sicher bist, wie du es ansprechen kannst, ohne dass dir der Kragen platzt, dann entsteht daraus ein Konflikt. Eventuell meidest du diesen Kollegen dann sogar oder schätzt seine Leistungen nicht mehr.

Hinter diesen Emotionen verstecken sich Werte - es sind Dinge, die du wert schätzt. Wenn ihr euch im Team darüber austauscht, was die Dinge sind, die unbedingt immer passieren sollten, und die, die niemals passieren sollten, beugst Konflikten vor. Darüber hinaus schaffst eine deutlich bessere Arbeitsatmosphäre, in der jeder ein Gefühl dafür hat, was ihn erwartet und was nicht.

 

Wenn du diese Schritte in deinem Team und eurem Arbeitsalltag berücksichtigst, findest du dich schon bald in einem Hochleistungsteam wieder.