Alles, was du für dein Erwartungsgespräch benötigst

Bereits am ersten Tag deiner neuen Mitarbeiter erwähnst du, dass du dich gerne in einem extra Gespräch zusammensetzen würdest, um den Rahmen eurer Zusammenarbeit genau zu besprechen. In der ersten und eventuell sogar zweiten Woche, lässt du den Neuen etwas Zeit, sich einen Überblick über die Firma, das Team, die Strategie und euer Produkt zu verschaffen.

Nach diesem "Ankommen" sollte jeder ein erstes Gefühl dafür bekommen haben, was man in Bezug auf die gemeinsame Zusammenarbeit erwarten kann. 

Um jedem die Gelegenheit zu geben, sich gut auf das Gespräch vorbereiten zu können, versendest du die Einladung inklusive Agenda per Mail. Diese könnte so aussehen:

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Liebe Barbara,

ich freue mich sehr, dass wir dich bei uns im Team begrüßen dürfen. Um unsere Zusammenarbeit gut gestalten zu können, möchte ich dich zum Erwartungsgespräch einladen, in welchem wir unsere Vorstellungen zu deiner Rolle, Verantwortungsbereich, Perspektiven und Lernkurven, unserer Kommunikation und ersten Zielen austauschen.

Bitte mach dir Gedanken dazu, wie deine Erwartungen für die nächste Zeit und perspektivisch zu den genannten Punkten aussehen.

Falls du Fragen hast, komm gerne auf mich zu.

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Um dich selbst möglichst gut vorzubereiten, mache dir Gedanken dazu,

  • welchen Verantwortungsbereich die Neuen übernehmen sollen,
  • welche Perspektiven du selbst für sie siehst, wie sich die Perspektiven gegebenenfalls durch welche Zielerreichungen, Lernkurven oder äußere Umstände verändern könnten
  • welche Rolle die Neuen einnehmen sollen,
  • wie die Kommunikation sich gestalten wird (wann werden Emails geschrieben, wann ist ein persönliches Gespräch besser, welches Kommunikationsstil pflegst du selbst, wie wird im Team interagiert usw.), wie sieht die Kommunikation mit externen Stakeholdern aus,
  • welche Ziele sollten innerhalb der nächsten 2 – 3 Monate erreicht werden: Können die Neuen sich hier selbst einbringen, gibt es Vorgaben? Woran ist die Weiterbeschäftigung geknüpft, d.h., was wäre ein Grund für eine Kündigung?
  • Und, ganz wichtig: wie sehen Entwicklungsmöglichkeiten / Karrierechancen aus? Gibt es Fortbildungen, Beförderungen, Gehaltserhöhungen usw. Wenn ja: wovon ist all das abhängig und falls nein: besser offen ansprechen als verheimlichen.